Kommunikationsoverload oder die Lizenz zum zu-texten

Kommunikation ist das wesentliche Element des 21. Jahrhunderts. Alle kommunizieren ständig und überall mit allen. Ist es nicht so, dass wir bereits eine beträchtliche Menge an Kommunikation absolvieren, die keineswegs dem gewünschten Ziel entspricht?  

Kommunizieren bedeutet ursprünglich: teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation

Es geht um einen wechselseitigen Austausch von Empfänger und Sender. Ursprünglich ging man von einer "Botschaft" aus, die ein Sender dem Empfänger mitteilt und dieser wiederum antwortet nach Kenntnis des Inhaltes darauf etc.. so daß im Laufe einer Kommunikation (eines Austausches) etwas Neues entstehen kann. Das kann die Lösung einer Frage, ein neu entwickelter Gedankengang oder auch das Auslösen einer bestimmten Reaktion sein.
Wichtiges Element von Kommunikation ist also immer der Austausch.  

Hier stehen wir nun im beginnenden Jahr 2007 und immer mehr bewegt uns der Eindruck, oder erschlägt uns die Tatsache, dass wir nur noch für uns kommunizieren. Oder bestenfalls kommunizieren um des kommunizierens Willens. Wir beantworten Mails, deren Inhalte wir nicht lesen oder verstehen und telefonieren, um unsere Meinungen in die entferntesten Winkel der Welt zu transportieren - ohne doch wirklich in eine Auseinandersetzung mit dem Gegenüber zu treten.  

Wer viel kommuniziert ist wichtig in diesen Zeiten (so glauben wir) und vergessen zwischen Mails, Anrufen , ICQ und Skypeln die Botschaften wahrzunehmen, die uns übermittelt werden.... oder waren da gar keine? War das eigentliche Ziel vielleicht doch nur "sich mitzuteilen" egal wer´s hört?  

Der Spam-Filter alleine kann uns nicht schützen.  

Kommunikation dient dem Wissens und Erkenntnisgewinn. Kommunikation ist sogar die einzige Möglichkeit zu lernen, Beziehungen zu knüpfen, Leistungen auszutauschen oder Kooperationen zu bilden, die z.B. auch  der Existenzsicherung dienen.  

In diesem Sinne, wünsche ich uns weiterhin einen anregenden Austausch, eine interessante Kommunikation...  an-hören statt zu-texten sei die Devise.


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